Sprachliche Bildung und Migrationspädagogik in den Curricula der PädagogInnenbildungNEU Haupt-Reiter Ansicht(aktiver Reiter)

von TSNweb
25. Februar 2016
phno

Eine IST-Stand Erhebung zur Positionierung von sprachlicher Bildung und Migrationspädagogik in den Curricula der Primarstufe auf Bachelor- und Masterniveau unter besonderer Berücksichtigung der (Studien)Schwerpunkte

Die Anforderungen an das nationale Bildungssystem haben sich im letzten Jahrzehnt aufgrund von Globalisierung und Zuwanderung stark geändert. Im Schuljahr 2013/14 hatten 26,3% der Schülerinnen und Schüler an österreichischen Allgemeinbildenden Pflichtschulen eine andere Erstsprache als Deutsch (BMBF 2015). Sprachliche, kulturelle und religiöse Diversität prägen somit die Lehr- und Lernprozesse. Wie aus dem Nationalen Bildungsbericht 2012 hervorgeht, ergibt sich die bildungspolitische Relevanz dieser Veränderung in der Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt dadurch, dass Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch im österreichischen Bildungssystem weniger erfolgreich sind als einsprachige Schüler_innen (Herzog-Punzenberger/Schnell 2013: 230). Dabei ist es wichtig zu beachten, dass hierfür nicht kausal die Tatsache einer anderen Erstsprache verantwortlich gemacht werden kann, da dieser Befund zum einen nicht für alle Gruppen von mehrsprachigen Schüler_innen gilt und zum anderen der internationale Vergleich zeigt, dass dies nicht auf alle Länder zutrifft. Chancengleichheit im Zugang zur Bildung und Chancengleichheit durch Bildung – Verfassungsrang in Österreich; National (Regierungsprogramme) und International (EU Dokumente) Bekenntnis zu Mehrsprachigkeit, Interkulturalität als Unterrichtsprinzip.